Festschrift: Zerstörung und Neubau der Kirche

Aus der Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Pfarrei Penzberg (1999)

Die bitterste Stunde für die Pfarrei Penzberg war wohl am 16. November 19barbarakirche.JPG (37275 Byte)44. Bei einem Bombenangriff wurde der grüßte Teil der Barbarakirche an der Bahnhofstraße zerstört. Lediglich der Altarraum blieb erhalten. Kurz danach errichteten die Pfarreimitglieder eine Notkirche.

In der Folgezeit wurde ein Kirchenbauverein gegründet. Es war eine großartige Leistung der Pfarreimitglieder, in dieser schwierigen Nachkriegszeit, in den Jahren 1949 bis 1951, den Neubau der Kirche zu ermöglichen. Eine ältere Frau sagte vor kurzem: „In diese Kirche ist ein Teil meines Lebens miteingemauert.“

Am 7. Oktober 1951 konnte der damalige Bischof von Augsburg, Dr. Joseph Freundorfer, die Weihe der neuen Christkönigskirche vollziehen. Sie war eine der ersten Kirchenneubauten in der Diözese Augsburg nach dem 2.Weltkrieg.

Statt „Barbarakirche“ jetzt „Christkönigskirche“

Die hl. Barbara, eine Märtyrerin aus der frühen Zeit der Kirche, ist die Patronin der Bergleute. In vielen Bergwerksorten gibt es Kirchen, die nach dieser Heiligen benannt sind.

In der Zeit, als der Neubau der Kirche an der Bahnhofstraße entstand, war die Erinnerung an die unheilvolle Geschichte des Dritten Reichs noch ganz lebendig. Zur NS- Ideologie, die mit dem Zusammenbruch des Dritten Reichs endete, bildete im deutschsprachigen Raum die Christkönigsverehrung ein religiöses Gegengewicht. Hierin liegt der Grund, dass die neue Kirche nicht mehr Barbarakirche, sondern Christkönigskirche genannt wurde.

Aus der Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Pfarrei Penzberg (1999)