Umwelt-Tipp

Schöpfung im Monat März:
Winterschlussverkauf

Es wird Frühjahr. Wir brauchen neue Kleidung. Der Winterschlussverkauf ist zwar abgeschafft, aber das Verhalten in Bezug auf den Kleidungswechsel wird noch praktiziert.

Während das Umdenken der Deutschen in Richtung Nachhaltigkeit, Fairness und Schadstoffe bei Nahrungsmittel und Energie immer mehr stattfindet, lässt sich dieser positive Effekt bei Kleidung noch nicht erkennen. Jedes Jahr landet eine Million Tonnen Kleidung auf den Müll. Von den Schadstoffen in den Geweben und den Umweltschäden, die bei der Herstellung entstehen, wollen wir gar nicht reden.

Es gibt, wie sollte es anders sein, auch Siegel auf den Kleidungsstücken. Aber nur weil „Bio“, „green line“ oder „made in green“ draufsteht, entspricht das noch lange nicht den Erwartungen, die man damit in Verbindung bringt. Es gibt auf gesetzlicher Ebene keine einheitlichen Kriterien und Siegel, um ökologische Mode auszuzeichnen. Einzig das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard) garantiert fair produzierte, ökologische Kleidung.

Wenn Sie im Secondhandshop kaufen, ist dies auch nachhaltig. Oder Sie tauschen die Kleidung mit anderen. Das setzt aber in der Regel voraus, dass Sie hochwertige und gut gearbeitete Ware bereits gekauft haben, also nachhaltig gehandelt haben.

Was Sie nicht machen sollten: Jeans in „Ausgewaschen-Optik“ kaufen. Die Arbeiter, die diesen Effekt durch Sandstrahlen erzeugen, haben in der Regel keine Schutzkleidung, die sie vor einer Lungenerkrankung schützt.

Sich selbst schützen Sie vor Hautreizung, wenn Sie Ware mit dem Hinweis „separat waschen“ meiden.

Erfreulicherweise gibt es doch auch Läden, die sich auf ökologische Mode spezialisieren. Der Druck der Kunden, die hier gezielt nachfragen, zeigt Wirkung. Bedenken Sie allerdings auch, dass jedes nicht gekaufte Modestück, ökologisch gesehen, das Beste ist.