Umwelt-Tipp

Schöpfung im Monat Mai:

Sie möchten selbst Gemüse anbauen?

Der Blick aus dem Fenster zeigt es ganz deutlich. Das zarte Grün lugt überall hervor, bunte Blüten locken die Insekten an. An warmen sonnigen Tagen hört man die Bienen summen und sieht das Gras wachsen. Da erwacht er dann wieder, der Traum von der Selbstversorgung durch eigenen Anbau von Gemüse.

Leider bleibt es oft ein Traum. Oft fehlt der Garten oder es wächst nicht das was man will. Manchmal fehlt auch die Ausdauer, denn das Gemüse bedarf auch der Pflege. Also geht man ins Geschäft und deckt sich dort mit dem ein, was es so gibt.

„Europa“ ist eine feine Sache, aber selbst bei großzügiger Auslegung kann man nicht behaupten, dass es sich bei Tomaten aus Spanien, um ein regionales Erzeugnis handelt. Lange Transportwege erhöhen den Kohlendioxidausstoß und verdichten den Verkehrsfluss.

Um regionales und schadstofffreies Gemüse zu beziehen, gibt es eine Alternative. In den vergangenen Jahren bildeten sich Vereine und Genossenschaften, die Gemüse an ihre Mitglieder abgeben. Fachkräfte bauen das Gemüse an, hegen, pflegen und ernten es.

Verschiedene Gemüsearten werden in einer Kiste zusammengestellt und an die Mitglieder verteilt. Oder sie holen es an einer Verteilstation ab. So erhält man unterschiedliches Gemüse für eine Woche. Man muss nicht jeden Tag das gleiche essen, wie es oft bei eigenem Gemüseanbau der Fall ist.

Im Sommer ist natürlich die Vielfalt größer als in den Wintermonaten. Manchmal erhält man auch Pflanzen, die man gar nicht kennt. Aber dann liegt meist ein Rezept bei.

In manchen Vereinen ist die Mithilfe bei der Gärtnerei erwünscht oder sogar Pflicht, andere haben nichts dagegen. Das besondere an dieser Art des Gemüsehandels ist, dass jede einzelne Pflanze oder Frucht ihrer Bestimmung, dem Verzehr, zugeführt wird, ohne irgendwelche Normen erfüllen zu müssen. Sie kann wachsen, wie sie will, sie wird doch gegessen.

Ostern ist zwar schon vorbei, aber suchen darf man immer noch, z.B. nach einer Genossenschaft oder einem Verein in der Umgebung von Penzberg.

Denken Sie auch daran, wenn Sie im Mai Erdbeeren essen, die stammen bestimmt nicht aus ihrer näheren und auch nicht aus der weiteren Umgebung.