Umwelt-Tipp

Schöpfung im Monat Juli:

Wie schaut es denn aus?

Deutschland hatte sich verpflichtet, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu vermindern. Nach neuesten Berechnungen des Umweltbundesamts erhöhten sich sogar die Emissionen um 5,4 Mio Tonnen gegenüber 2015. Das bedeutet, wir haben nun knapp 28% erreicht. Und das reicht einfach nicht.

Da der Verkehrssektor um 2,8 % zulegte, lohnt sich einen Blick darauf. 45,8 Millionen PKWs sind in Deutschland zugelassen. Bis 2020 sollen eine Million Elektroautos dabei sein, so der politische Wille. Tatsächlich sind zurzeit nur 34 000 Elektroautos zugelassen.

Viele Deutsche greifen lieber zum SUV. Diese Fahrzeuge brauchen mehr Kraftstoff, mehr Platz, sind schwerer und sehen auch noch gut aus. Vor allem kann man, ohne zu tanken, von München bis Hamburg fah­ren. (Anscheinend wichtig bei der „verschwindend geringen“ Tankstellendichte!???)

Braucht denn wirklich jeder ein eigenes Auto?

Vielleicht könnte man zusammen mit einem netten Kollegen zur Arbeitsstelle fahren? Und den viel gepriesenen Wocheneinkauf könnte man vielleicht mit dem Rad bewerkstelligen. Es gibt tolle Lastenfahrräder, auch als e-bike.

Ist das eigene Auto wirklich noch ein Statussymbol und der Schlüssel zur totalen Mobilität. Denken wir darüber nach!

Auch der Güterverkehr bringt einen Zuwachs der CO2-Emissionen. Vorherrschend ist hier vor allem der Diesel-Motor, dem zu hoher Feinstaub-Ausstoß angelastet wird.

Die Waren von Haus zu Haus ohne Umladen zu befördern ist bequem. Statt mehr und größerer LKWs wäre es sinnvoller, die Schiene und E-Fahrzeuge besser in die Transportwege zu integrieren. Es fehlt vermutlich der An­reiz dazu: Die Kraftstoffe Benzin und Diesel sind offensichtlich zu billig.

Übrigens hat China zum vierten Mal in Folge stabile oder sinkende Treibhausgasemissionen. Ebenso ist der Kohleverbrauch gesunken. Aber schauen wir lieber bei uns selbst.

Denn a bisserl was geht immer.

 

Deutschland hatte sich verpflichtet, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu vermindern. Nach neuesten Berechnungen des Umweltbundesamts erhöhten sich sogar die Emissionen um 5,4 Mio Tonnen gegenüber 2015. Das bedeutet, wir haben nun knapp 28% erreicht. Und das reicht einfach nicht.