Umwelt-Tipp

Schöpfung im Monat Februar: Summ, Summ, Summ…!

Der Frühling steht vor der Tür! Wer freut sich nicht über die ersten Blüten, die sich an den sonnigen Plätzen im kühlen Wind wiegen. Während wir sie meistens nur bestaunen, sind sie für Hummeln, Wildbienen und Falter eine unentbehrliche Nahrungsquelle. Auch unsere beliebte Honigbiene ist darauf angewiesen.

Der weltweite Bestand an fliegenden Insekten ist in den vergangenen 25 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Das ist nicht nur für die Artenvielfalt dramatisch. Denn damit ist auch die Bestäubungsleistung gesunken, was indirekt auch uns Menschen betrifft. Viele Früchte und sogenannte Nutzpflanzen sind auf Insektenbestäubung angewiesen. Infolge des Rückgangs kann man durchaus von einer Krise sprechen.

Das Problem durch einen vermehrten Einsatz von Honigbienen zu beheben ist illusorisch, da es auch dieser sehr schlecht geht.

Die Ursache für Entstehung dieser Problematik liegt in den Monokulturen wie beispielsweise Mais, die für Insekten unüberwindliche Wüsten darstellen. Auch wenn man an den Rändern oft Blühstreifen und Hecken entdeckt, sind diese meist nutzlos, weil das Feld gespritzt wird. Hinzu kommt die zunehmende Flächenversiegelung.

Wieder einmal liegt es an uns, den Verbrauchern, dem Problem entgegenzuwirken. Wir sollten vermehrt die regionalen Absatzmärkte nutzen. Landwirte, die gezwungen sind, auf dem Weltmarkt zu konkurrieren, müssen billig produzieren und große Mengen anbieten. Das ist leider nur mit viel Dünger und Giften zu machen.

Falls Sie wissen wollen, wie eine Welt ohne Bienen aussieht, dann lesen Sie den Roman: „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde (Autorin) und Ursel Allenstein (Übersetzung).

Das Buch „Die Geschichte der Bienen“ findet man auch im Lesecafé.

 

 

Deutschland hatte sich verpflichtet, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu vermindern. Nach neuesten Berechnungen des Umweltbundesamts erhöhten sich sogar die Emissionen um 5,4 Mio Tonnen gegenüber 2015. Das bedeutet, wir haben nun knapp 28% erreicht. Und das reicht einfach nicht.