Umwelt-Tipp

Schöpfung im Monat Juli: Vielen Dank!!

Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an diese Situation: Sie stehen an der Kasse. Ihre Ware ist schon nach rechts verschwunden. Sie bezahlen und halten plötzlich eine Plastiktüte in der Hand.

In fortschrittlichen Läden und Supermärkten ist es nicht mehr die Norm, am Ende des Einkaufs eine Plastiktüte zu erhalten. Nun werden Sie gefragt, ob Sie eine Tüte möchten. Oder Sie müssen sogar selbst die Initiative ergreifen und um eine Tüte bitten, die Sie dann auch bezahlen müssen.

Dieser lobenswerte Sinneswandel beider Seiten, des Käufers und Ver­käufers, führte dazu, dass 2017 in Deutschland 1,3 Milliarden Kunststofftragetaschen weniger in den Umlauf kamen als 2016. Diese Zahl wurde von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), so etwas gibt es tatsächlich, ermittelt. Es geht also um einen Rück­gang von 35 % gegenüber dem Vorjahr. Damit hat Deutschland gleichzeitig das für 2025 angestrebte Verbrauchsziel um mehr als ein Drittel unterboten. Dieser Erfolg sollte ermutigen, den eigenen Verbrauch weiter zu reduzieren. Es gibt so viele und schöne wiederverwendbare Taschen, Körbe und Rücksäcke.

Mit Ihren Anstrengungen sollten Sie nicht nachlassen. Es gibt eine ganze Menge anderer unnötiger Verpackungen. Auf den ersten Blick sind diese Umverpackungen praktisch, aber sind sie wirklich nötig? Haben wir nicht nur einfach unser Augenmaß verloren, weil wir mit dem „Recycling-Marketing“ erschlagen wurden? Aus dem gebrauchten Joghurtbecher, den wir in den Gelben Sack werfen, entsteht kein neuer, sondern irgendetwas Minderwertigeres.

Es wäre schön, wenn sich manch lauer Abend, von denen demnächst einige kommen, dazu nützen ließe, das eigene Verbrauchsverhalten wieder einmal zu überdenken.

Auf der anderen Seite sind natürlich auch die Händler gefragt, eine neue Strategie der nachhaltigen Darbietung von Waren zu entwickeln.

Packen wir es gemeinsam an. Vielen Dank fürs Mitmachen!