Umwelt-Tipp

Schöpfung im Monat April: „Ich kann die Welt nicht retten!“!

In Deutschland werden 46 Millionen Plastikflaschen benutzt, jeden Tag. Das summiert sich auf 17 Milliarden im Jahr. Bereits für die Produktion werden pro Flasche drei Liter Wasser und eine gehörige Menge Erdöl benötigt. Plastikflaschen sind in der Regel Wegwerfartikel. Ein Teil wird recycelt, kommt aber nicht mehr als Flasche zum Einsatz. Weltweit landen 35 Milliarden (35 000 000 000) auf Müllhalden und in den Ozeanen.

Angesichts dieser Größenordnung kommt man sich als Einzelner verloren vor. Was spielt da mein Anteil für eine Rolle? Zweihundert Flaschen pro Jahr sind im Vergleich verschwindend wenig. Die Ohnmacht umfängt einen und man lebt so weiter wie bisher.

Aber denken Sie nach: Selbst die größte Menge an Flaschen besteht immer aus einzelnen Flaschen. Wenn niemand seine Flasche weg wirft, oder noch besser, nicht benutzt, kommt auch der größte Berg nicht zu Stande. Den Plastikkonsum halbieren allein recht nicht. Sie müssen auch darüber reden, wie toll es ist, ein Glas- oder Metallflasche zu benutzen oder Leitungswasser zu trinken. So legen Sie den Grundstein für Nachahmer. Vielleicht wird es ein Trend, ein sinnvoller noch dazu.

Sie haben Zweifel? Vielleicht kennen Sie Felix Finkbeiner, er hat die Idee geboren, dass Kinder in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen sollen. Vor 11 Jahren kannten ihn nur wenige, heute ist seine Bewegung „Plant-for-the-Planet“ auf der ganzen Welt bekannt. Über 15 000 000 000 Bäume wurden von dieser Bewegung in dieser Zeit gepflanzt.

Ein durchaus nachahmenswertes Beispiel!

 

Deutschland hatte sich verpflichtet, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu vermindern. Nach neuesten Berechnungen des Umweltbundesamts erhöhten sich sogar die Emissionen um 5,4 Mio Tonnen gegenüber 2015. Das bedeutet, wir haben nun knapp 28% erreicht. Und das reicht einfach nicht.